iTüpfel auf Sahnehäubchen

Hach, war das wieder aufregend. Und ja, die Mädels von den Pointer Sisters sangen uns mit ihrem Hit „I’m so excited“ buchstäblich aus der Seele.

Dass Technik nicht immer begeistert beziehungsweise eine tiefe Abneigung gegen uns zu scheinen hegt, durften wir diesmal gleich mehrfach zu spüren bekommen. Da ist die Kamera ausgefallen, den wunderschönen Live-Gesang hat’s nicht mit aufgezeichnet und das Set war auch futsch. Da Fräulein Tongtong aber die beste Videobastelfee im ganzen Universum ist, hat es dann doch noch irgendwie geklappt mit einem Video. Aus vielen kleinen Schnipseln bestehend. Youtube machte uns dann zwar nochmal einen fetten Strich durch die Rechnung. (Youtube du olle Miesmuschel!) Aber pfff! Vimeo ist sowieso viel cooler!!  Also hier entlang...

Gelernt haben wir auch nach der vierten Modenschau neu dazu: Den Models Sekt nicht vor 22 Uhr ausschenken…

Stolz wie damals, als wir uns das erste mal die Schnürsenkel alleine gebunden haben, präsentieren wir hier nochmal in Nahaufnahme die iTüpfel unseres Sahnehäubchens und schreien laut DAAAAAAAAANKE in die Welt hinaus, an alle, die so brav mitgemacht und uns unterstützt haben!

Zwar liegt unser buntes Jahrezehnte-Spektakel inzwischen schon wieder drei Monate zurück, die Bilder und Bewegtbilder mögen wir der Menschheit deswegen aber keinesfalls vorenthalten!

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Wenn Junkies ein Modemagazin hätten…

Dann gäbe es in jeder Ausgabe eine Fotostrecke mit Prima Ballerinas!

Niemand, aber auch wirklich niemand, bewegt sich in unseren Augen eleganter, geschmeidiger und anmutiger als eine professionelle Tänzerin. Wie schön wäre das, wenn diese zarten Wesen in die exklusivste Mode schlüpfen? In jedem Heft ein Shooting mit Balletteusen. Das wär’s! Und Spaß beim Shooten macht das obendrein. Nur aufpassen, dass wir nicht dahin schmelzen, müssten wir. Wir stellen uns das nämlich folgendermaßen vor: Musik an. Licht an. Los geht’s. Während der Fotograf sich ins Zeug legt, stehen und drehen sich die Ballerinas auf Spitze. Sie verbiegen sich mit einer Eleganz, vor der wir uns nur verbeugen möchten. Langsam geben sie sich der Musik völlig hin ohne groß Posen rauszukehren. Mit unvergleichlicher Leichtigkeit präsentieren sie die pompösesten Roben, die heißesten It-Pieces ebenso wie  den neuesten Birkenstock-Chic. Alle genießen den Moment und einige Augenblicks-Fetzen werden mit der Kamera eingefangen und landen im Magazin. Hach!

Viele Modezeitschriften haben die Ästhetik des klassischen Balletts ja bereits für sich entdeckt. Aber uns fehlt fast immer die Mode. Meist stecken die Ballerinas nämlich einfach „nur“ in ihren Tutu-Kostümchen und sind einfach nur Ballerina. Wir wünschen und die Tanzmäuse aber als Cover- und Campagnenmodels. An Figur und Ausstrahlung hapert es schließlich ebenso wenig wie an Körpergefühl.

Was bisher geschah:

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© Agent Provocateur

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© vogue.uk

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© voguegirl.com

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© Jan Masny Photography

 

Inspiriert von so viel Unbeschwertheit, Unschuld und Eleganz versuchen sich natürlich auch Topmodels in primaballerinaischen Positionen. Leider will das nicht so recht klappen – den Damen scheint einfach das nötige Zehenspitzengefühl zu fehlen. Beweglichkeit und Leichtigkeit kann eben wirklich nur ein echtes Tänzer-Original verkörpern. Schlimm finden wir das nicht. Dank pastellfarbener Ballerina-Kluft entstehen da ja trotzdem schöne Fotos. Etwas gekünstelt wirkt es dann aber doch. Auch bei einer Alessandra Ambrosio mit Victoria’s Secret Flügeln…

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© Sergey P. Iron

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© GettyImages

 

Her mit der Wunderlampe!

Um eines vorher klar zu stellen: Die Chanel-Liebe ist sowieso unendlich! Dieses dauerhafte Verliebtheitsgefühl hat auch bei dem Défilé Croisière 2014/2015 in Dubai wieder für tausend Schmetterlinge in den kleinen JuNkiE-Bäuchen gesorgt. Am schnellsten pochte das Herz bei den – nennen wir sie – LED-Cinderella-Pumps. Herrjemineee! Liebe auf den ersten Blick!

Wie schön der Gedanke daran, auf der Tanzfläche von den Liebsten endlich schneller gefunden zu werden (wenn man schon nicht durch die eigene Höhe heraus sticht). Wie schön wär’s, nachts nicht mehr auf fiesen Nacktschnecken auszurutschen, weil die durch frühzeitige Erkennung einfach mal elegant überschritten werden könnten. Und was gäbe es Schöneres als noch einen Grund mehr zu haben, sich ununterbrochen auf die eigenen Füße zu schauen als Licht? Spontan wollen mir da nicht so viele Dinge einfallen…

© chanel.com

© chanel.com

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Aber gibt es auf dieser Welt tatsächlich schon etwas Vergleichbares? Oder hat Meister Karl mit diesen Zauber-Stöckelchens mal wieder einen Geniestreich gelandet?

Beim Durchforsten von Suchmaschinen, Onlineshops und Blogs werden wir jedenfalls nicht fündig. Dafür rütteln die guten alten Blinke-Turnschuhe Kindheitserinnerungen wach. Auch sehr schön. Aber wirklich elegante Exemplare, wie sie Herr Lagerfeld geschaffen hat, suchen wir leider leider vergebens. Wahrscheinlich wird diese Variante Schuh erst in fünf Jahren den Markt erobern. Denn ihr praktischer Nutzen lässt ganz bestimmt auch die letzte High-Heel-Hasserin schwach werden. Ein bisschen müssen wir uns definitiv noch gedulden. Erst ab November strahlen die modernen Cinderella-Klassiker in den Chanel-Boutiquen um die Wette . Macht ja auch Sinn in der dunklen Jahreszeit.

So lange begnügen wir uns mit anderen Träumchen, mit denen wir so gern 1001 Nächte verbringen möchten.

Gekribbelt hat es ganz stark bei dieser schmucken Perle:

 

© chanel.com

© chanel.com

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Aber auch der Mann im Mond hat uns tüchtig den Kopf verdreht:

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© chanel.com

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Nagut, Dschninni, kleiner blauer Flaschengeist. Nimm dich in Acht! Wir reiben jetzt kräftigst an deiner Wunderlampe. Drei Wünsche haben wir da schon…

Vienna Vintage Wonderland

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© 2012 LuvImages.com

Herzklopfen. Das ist es, was JuNkiEs bekommen, wenn sie kurz davor sind in ferne Vintage-Welten einzutauchen und bestenfalls neue Schätze zu entdecken. Neulich in Wien. Die Perle an der Donau ( ja, diese zauberhafte Stadt hat sich den Euphemismus wahrlich verdient) entpuppte sich überraschend als wahres Paradies unserer Leidenschaft.

Die erste Adresse, auf die wir während unserer Recherche gestoßen sind (denn: Vintage-Boutiquen + Name der Stadt in Suchmaschinen eintippen ist eine der ersten und wichtigsten Reisevorbereitungen):

FLO Vintage

Den Naschmarkt von der Secession kommend, auf der linken Wienzeile lang schlendernd, erreichen wir nach zig Falafel-Verkostungen die Schleifmühlgasse. Unser Ziel ist Nummer 15a. Die Tür öffnen wir vor lauter Ehrfurcht nur sehr langsam. Und jetzt werden die Augen ganz groß. Mit dem Wissen in einer der weltweit geschätztesten Schlupflöcher für nostalgische Raritäten gelandet zu sein, gestaltet sich das  Ansehen der Träume von Kleidern zunächst noch viel zaghafter. Wahnsinn! Und klar: Wir wollen sie alle! Aber wie es sich für wirklich einzigartige und super erhaltene Vintage-Mode, weit entfernt vom VEB-Einheitsbrei, gehört, entsprechen die Preise nicht wirklich unserem Budget. Macht aber überhaupt nix. Die Teile sind so faszinierend, dass wir uns sehr schnell in vergangenen Modetagen verlieren. Die Neugier lässt uns dann aber doch etwas mutiger werden und wir versuchen den Geheimnissen der Eigentümerin auf die Schliche zu kommen. Die nennt sich übrigens wider Erwarten nicht Flo, sondern Ingrid. Ingrid Raab.

 

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© FLO-VINTAGE

Ingrid erzählt uns, wo sie überall fündig wird. Beziehungsweise, wer für sie fündig wird. All over the world hat die Dame nach 37 Jahren im Geschäft nämlich Trendscouts, die ihr Fotos von Klamottis schicken. Ingrid segnet dann nur noch ab, ob ja oder nein. Und wenn ja, dann gehen schon bald Pakete mit textilen Köstlichkeiten auf Weltreise. Einen großen Teil liefern ihr aber immer noch Privatpersonen. Warum auch immer die den ganzen schicken Fummel loswerden wollen… Sie tun es. Und wir freuen uns. Erstaunt sind wir auch, dass nur ein kleiner Teil der Boutique Designerware einnimmt. Der Rest ist wirklich von Schneidern gefertigt. Also maßgefertigt für irgendeinen jungen Hüpfer oder die High Society von damals. Hach!

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© FLO-VINTAGE

Stolz erklärt uns Ingrid auch, dass sie auf der internationalen Liste der besten Vintage-Läden auf Platz drei schwebt. Ja, können wir nachvollziehen. Neben Stars und Sternchen holen sich in ihrem Stübchen schließlich auch Designer wie beispielsweise Herr Marc Jacobs Inspiration. Inspiriert sind wir nun auch und hüpfen fröhlich weiter auf die nächste Vintage-Wolke.

Woooop. Gelandet sind wir auf der Gumperndorfer Straße, die gar nicht so hip ist, wie sie angepriesen wird. Das Lädchen

VIV – Vintage in Vienna

lässt das JuNkiE -Herz dann aber doch höher schlagen. Klein und fein. Das trifft den eleganten Shop für Designerstücke längst vergangener Saisons wohl am besten. So viele Kleider, in denen wir über rote Teppiche schreiten oder Nächte im Studio 54 durchzechen möchten. Und das zu wirklich fairen Preisen, die einen gerne zuschlagen lassen. Aber noch haben wir nicht genug und lassen uns weiter treiben vom Vintage-Wahn.

Burggasse 24

ist unsere nächste Station. Einen anderen Namen gibt’s für das bisher größte Wölkchen zum Austoben auch nicht. Sowohl Mädels als auch Jungs dürften in diesem noch sehr jungen Conceptstore schnell fündig werden. Die Preise entsprechen nämlich ebenfalls stark unserer Altersklasse. Insgesamt ist alles sehr 80s-lastig und geht schon fast ein bisschen ins trashige 90s-Jahrzehnt. Uns gefällt das natürlich. Pailletten hier, Glitzer da. Her damit! Alles sehr tragbar, alles sehr erschwinglich und alles in sehr guter Qualität.

Andere Wolken, auf denen wir ein Tänzchen gewagt haben und die wir wärmsten ans Herz legen können:

Polyklamott (Hofmühlgasse 6)

Vintage und Rosenrot (Salesianergasse 9)

Fräulein Kleidsam (Seisgasse 3)

Bleibt uns nur noch zu sagen: Oh Wien, du wunderbares Vintage Wonderland! Lässt JuNkiE-Träume wahr werden…

Dankedankedanke!

 

 

 

 

 

 

Vorbildlich, Mister Jagger

Für ihn hätten wir uns vermutlich auch die Kehle aus dem Leib geschrien: Mister Jagger!

Sein rockritterliches Alter blenden wir an dieser Stelle aus und sitzen sabbernd vor Fotos der 60er und 70er  des wohl mit Abstand schönsten männlichen Schmollmunds. Denn: modisch hatte es Mick damals echt drauf. Neben seiner Wuschelhaarfrisur, die immer die richtige Länge und den perfekten Grad an Zerzaustheit besaß, begeistern uns vor allem seine Knieschoner. Kombiniert zu Leggings und seinem freien Oberkörper machen die nämlich echt was her. Und praktisch sind sie obendrein. Schließlich ist Mister Jagger auch ein begnadeter Tänzer, wofür wir auf der Stelle auf die Knie fallen könnten. Seine tänzerische Extravaganz ist auf den Riesen-Bühnen, auf denen die Stones so performen, aber auch bitter nötig.

Aber die zwei kleinen Accessoires sind längst noch nicht alles, was der junge Mick Jagger modisch so zu bieten hatte. Vor allem beherrschte er die Kunst, niemals overdressed oder gar affig in seinen gewagten Outfits auszusehen. Sei es der weiße Anzug, die pinke Leggings oder die schon fast königliche Uniform – Mister Jagger schafft es, die Musik, die er macht, auch auf seine Outfits zu projezieren. Und das wiederum verleiht ihm eine verdammt sexy Attitüde. Vorbildlich!

Aber seht selbst:

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Vom Schlüpfen in Kunststücke

Mode kann zur Kunst werden – Mode ist Kunst – Kunst beeinflusst Mode

Die Grenzen sind also anscheinend fließend. Designer und Künstler inspirieren sich immer wieder gegenseitig. Ab und zu erwecken sie gar den Eindruck, die Seiten zu tauschen. Miuccia Prada war da mit ihrer Frühjahr-/Sommerkollektion 2014 wieder einmal voranschreitendes Beispiel. Zwar betont la Signora immer wieder, dass es lächerlich sei, Mode als Kunst zu sehen. Eines kann sie jedoch nicht bestreiten: Sie liebt Kunst. Und das zeigen auch ihre Kreationen.

Alice McCall, eine australische Designerin mit englischen Wurzeln, dürfte für ihre „Winterkollektion“ (aka die Nordhalbkugel-Sommerkollektion) ebenfalls die Grenzen verlaufen lassen haben. Und das Ergebnis ist wahrlich begeisternd. Viele ihrer Liberty-Teilchen erinnern sehr stark an die jugendstilistische Malerei des großartigen Alphonse Mucha, an dessen Werken wir uns einfach nicht satt sehen können. Noch viel lieber würden wir sofort in diese blumenhaften Mädchenträume schlüpfen, die trotzdem die richtige Portion Lady enthalten. Dafür leider nicht die richtige Portion Preis.

 

 

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Und hier die Prachtstücke:

 

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© 2013 Alice McCALL