Hingucker

Königsdisziplin

Oder „Die hohe Schneiderkunst“. Oder aber auch „Haute Couture“.

Vergangene Woche stolzierten in Paris wieder zahlreiche maßgeschneiderte Kunststücke über den Laufsteg, die uns echt den Atem raubten. Mitmachen darf da schließlich nicht jeder. Die Aufnahme in den exklusiven Kreis der Couturiers unterliegt nämlich strengen Auflagen. Die Wahrung dieser hohen Kunst soll auf diese Weise gesichert werden.

Wir haben hier die schönsten Atemräuber und -räuberinnen rausgepickt und empfehlen wärmstens jede Show in voller Länge. Neben Chanel und Dior sind Valentino und Giambattista Valli auf jeden Fall ein muss. Also nehmt euch die Zeit, lehnt euch zurück und lasst euch in die wunderschöne Welt der Haute Couture entführen. Danach schwebt ihr wie auf Wolken.

 

Beste Kulisse: Klar, Karl! Der Meister hat seinem Namen mal wieder alle Ehre gemacht und eine Blütenlandschaft aus weißen Papierblumen zum blühen gebracht. Wunderschön!

Tollste Farbkomibnation: Die gab’s bei Dior. Frühlings-Grün trifft auf erwachsenes Schwarz und wir finden’s spitze! Schwer begeistert sind wir auch von den Lackschuhchen, die in den Kleidern elementar wieder aufgegriffen werden.

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Schönster Kopfschmuck: Es gab so viele phantasievolle Häupter zu sehen. Die Draht-Cappies von Schiaparelli haben es uns zum Beispiel sehr angetan. Aber auch in die Strohhüte von Viktor&Rolf haben wir uns verguckt. Doch Jean Paul Gaultier hat sie mit seinem Türmchen aus Lockenwicklern alle getoppt…

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Das interessanteste Accessoire: Fast könnte man glauben die Häuser Chanel und Giambattista Valli hätten sich abgesprochen – beide haben sie ihre Models mit zarten Augenschleiern versehen.

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Das alltagstauglichste Outfit: Warum bist du nicht bezahlbar, du schniekes Ensemblechen von Armani Privée?

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und zum Schluss die Haben-Wollen-Roben: Et voilà, wir haben uns für Chanel, Ellie Saab, Giambattista Valli und Valentino (von links nach rechts) entschieden.

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Retroblick durch Vintagebrille – Diesmal: Die Schlaghose

Als Fräulein Tongtong und Fräulein Martini in die Pubertät kamen, waren sie noch da. Mit dem Einsetzen unserer Zicken-Jahre verschwanden sie dann aber wie vom Erdboden – Schlaghosen! Eingetauscht gegen Skinnyjeans und andere Röhren und wir vermissten sie kein bisschen. Ganz im Gegenteil. Bäääh, was‘ das für ein komisches Gefühl, wenn man mal eine weite Hose trägt? Ultrakomisch. Ja, ekelhaft. Wir fühtlen uns von da an unwohl in luftigen Hosen. Die hautengen Beinkleider sorgten ganz schnell dafür, dass für uns kein anderes Modell mehr in Frage kam. Zehn Jahre schmückte das 80er-Jahre-Kleidungsstück mindestens unsere Gliedmaßen. Das erste Mal tauchte die trompetenförmige Hose in unseren Gedanken dann erst wieder auf, als wir in der Vogue ein Interview mit Claudia Schiffer gelesen hatten. Und La Schiffer platziert in diesem Artikel doch tatsächlich ihre Jeans-Schlaghose auf Platz eins ihrer Lieblingsteile.

Ist sie denn tatsächlich so extravagant, wie wir glauben? Diese Frage stellten wir uns schon damals. Die aktuellen Lookbooks und Kampagnen großer Modeketten, wie auch Designerteile auf dem Laufsteg beweisen nun aber endgültig: Die Schlaghose hat das Potential zum Klassiker. Komplett in Schwarz oder strahlend in Jeansblau macht sie nämlich echt was her. Fast genauso sehr begeistert sie uns in legèrer Form aus Strick, wie es Céline vor und Zara nach machte. Beim Anblick dieser Bilder sind wir überzeugt und bekennen: Ja, wir sind Fans – Mut zur Schlaghose und adé zum Skinny-Einheitsbrei! Die neu gewonnene Beinfreiheit ist uns eine willkommene Alternative und ein prima „Mist, schon wieder nur Röhre und T-Shirt“-Langeweile-Killer. Wir sind gespannt, ob das Comeback glückt und beglücken uns in der Zwischenzeit mit Streetstyle-Bildern vergangener Fashion Weeks.

Celine

via sistyle.ch

Zara

via Zara

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via Vogue Paris

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Her mit der Wunderlampe!

Um eines vorher klar zu stellen: Die Chanel-Liebe ist sowieso unendlich! Dieses dauerhafte Verliebtheitsgefühl hat auch bei dem Défilé Croisière 2014/2015 in Dubai wieder für tausend Schmetterlinge in den kleinen JuNkiE-Bäuchen gesorgt. Am schnellsten pochte das Herz bei den – nennen wir sie – LED-Cinderella-Pumps. Herrjemineee! Liebe auf den ersten Blick!

Wie schön der Gedanke daran, auf der Tanzfläche von den Liebsten endlich schneller gefunden zu werden (wenn man schon nicht durch die eigene Höhe heraus sticht). Wie schön wär’s, nachts nicht mehr auf fiesen Nacktschnecken auszurutschen, weil die durch frühzeitige Erkennung einfach mal elegant überschritten werden könnten. Und was gäbe es Schöneres als noch einen Grund mehr zu haben, sich ununterbrochen auf die eigenen Füße zu schauen als Licht? Spontan wollen mir da nicht so viele Dinge einfallen…

© chanel.com

© chanel.com

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Aber gibt es auf dieser Welt tatsächlich schon etwas Vergleichbares? Oder hat Meister Karl mit diesen Zauber-Stöckelchens mal wieder einen Geniestreich gelandet?

Beim Durchforsten von Suchmaschinen, Onlineshops und Blogs werden wir jedenfalls nicht fündig. Dafür rütteln die guten alten Blinke-Turnschuhe Kindheitserinnerungen wach. Auch sehr schön. Aber wirklich elegante Exemplare, wie sie Herr Lagerfeld geschaffen hat, suchen wir leider leider vergebens. Wahrscheinlich wird diese Variante Schuh erst in fünf Jahren den Markt erobern. Denn ihr praktischer Nutzen lässt ganz bestimmt auch die letzte High-Heel-Hasserin schwach werden. Ein bisschen müssen wir uns definitiv noch gedulden. Erst ab November strahlen die modernen Cinderella-Klassiker in den Chanel-Boutiquen um die Wette . Macht ja auch Sinn in der dunklen Jahreszeit.

So lange begnügen wir uns mit anderen Träumchen, mit denen wir so gern 1001 Nächte verbringen möchten.

Gekribbelt hat es ganz stark bei dieser schmucken Perle:

 

© chanel.com

© chanel.com

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Aber auch der Mann im Mond hat uns tüchtig den Kopf verdreht:

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© chanel.com

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Nagut, Dschninni, kleiner blauer Flaschengeist. Nimm dich in Acht! Wir reiben jetzt kräftigst an deiner Wunderlampe. Drei Wünsche haben wir da schon…