Monat: November 2014

Wanna be your butterfly

In diesen extravaganten Flatterkleidchen werden wir zu Nachtfaltern, entpuppen unsere Unbeschwertheit und wollen weit hinaus in die Welt. Auf Wiesen und Blumen wollen wir uns in diesem Givenchy-Träumchen ebenso niederlassen wie auf den Dächern großer Städte. Wir lassen und von kleinen Kinderhänden verfolgen, die versuchen die farbenfrohen Chiffon-Seiden-Tierchen zu fangen. Bis unsere Flügel schwer werden und wir uns nur noch vom Wind treiben lassen schweben wir durch die Lüfte. Erst dann gönnen wir dem Papillon-Gewand eine Pause.

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via givenchy.com

Der nächste Fakt holt uns wieder ein bisschen auf den Boden der Tatsachen. Mit 7900 Euro verpufft dieser Traum genauso schnell, wie die Seifenblasen, die wir während unserer kleinen Phantasie durch’s Zimmer gepustet haben. Aber so viele süße Details und Verspieltheiten und die Einzigartigkeit dieses aprikotfarbenen Schmetterlingfängers lassen uns dann doch kurz überlegen, welche Bank wir heute Nacht überfallen könnten.

Und die diesjährige Hebrst-/Winterkollektion aus dem Hause Givenchy bringt noch mehr solcher Insektenschätze hervor. Verwunderlich, wenn man realistisch denkt. Denn wo in aller Welt sehen wir in unseren Breitenkreisen im Winter schon Schmetterlinge fliegen? Als Motiv erlebte das Faltertierchen bisher vermutlich eher auf Sommerkleidern als auf herbstlichen Gewändern. Die Farbgebung der klassischen Butterflys mit den orange-braunen Augenmustern auf den Flügeln ist wiederum sehr herbstlich. Und obendrein wären wir persönlich gerne kleine Papillons, die der kalten Jahreszeit davon flattern. Kreativdirektor Riccardo Tisci hat neben so vielen dunklen Insektentönen aber auch noch (eis)blumige Pastellfarben im Petto. Und die sind in unseren Augen das perfekte Pendant zum Schmetterlignsanzug. Einmal den pastelliggrünsten Mantel und das mit Tagpfauenaugen übersehene Kleidchen bitte und wir trällern ganz von selbst Parov Stelars beflügelnden Song „Charleston Butterfly“

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via givenchy.com

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via givenchy.com

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via net-a-porter.com

 

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Es war einmal…

… und manches ist auch noch. Und wieder anderes gibt es sogar immer noch im Online-Store. Wir waren echt überrascht als heute Morgen zwischen vielen Umzugskartons auf einmal eine CD-Rom mit dem Titel „Junkmarkt Foto-Shooting“ auftauchte. Mehr stand da nicht. Die vielen Bilder, die wir dann zu sehen bekamen versüßten uns aber auf alle Fälle den Start in die Woche. Tja und bei diesem ominösen Fund handelt es sich schlichtweg um unser allerallerersten Fotoshooting. 2011 war das. Unser Fotograf war der liebe Moritz und die Location das Umfeld des schlimmsten Techno-Schuppens Dresdens, den es heute so gar nicht mehr gibt.

Nicht alle Sachen waren damals Vintage und das wichtigste Gebot lautete zur Junkmarkt-Anfangszeit: „Unsere Gesichter dürfen niemals zu sehen sein. Auf keinen Fall“. Das fanden wir vor drei Jahren cool. Kurze Zeit später trugen dann aber irgendwie alle Schaufensterpuppen von New Yorker bis Vero Moda Masken. Von da an war es nicht mehr cool und auch nicht mehr wichtig.

Die Schnappschüsse, die wir heute mit euch teilen wollen, verraten dann aber teilweise doch, wer sich hinter der Smiley-Pappe oder der rosa Perrücke versteckt. Teilweise hat diese Fotos wirklich noch nie jemand sichtigen dürfen. Nicht alle sind so vorteilhaft, wie wir uns das gewünscht hatten. Aber ein bisschen Spaß soll zum Montag heute trotzdem drin sein. Und wie schon erwähnt: Einige der Klamottis und Schmuckstücke, die Fräulein Tontong, eine damalige Freundin und ich hier selbstbewusst präsentieren, gibt es auch tatsächlich noch online zu ergattern. Die Links direkt zu den Teilen findet ihr in der Bildbeschreibung.

In diesem Sinne: Back to the roots!

 

 

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LuckyLonely

So viel Zeit muss sein – Zeit mit sich allein! Das ist etwas, was uns wirklich am Herzen liegt. Ab und an brauchen Junkies einfach Abstand von allen zu allem. In unserer neuen Rubrik „LuckyLonely“ stellen wir euch ab sofort immer wieder Dinge vor, die wir gut und gerne auch alleine tun und extremst weiterempfehlen können. Und auch wenn der Anfang komisch ist und ihr euch womöglich schon bei den Gedanken an die von uns vorgeschlagenen Nur-mit-mir-Aktivitäten einsam fühlt – das vergeht. Ihr werdet sehen. Nehmt euch Zeit für euch und lernt, auch mal bewusst alleine sein zu können. Ist viel schöner, als es klingt.

Los geht’s!

Die Nachmittagsvorstellung im Kino besuchen

Es ist Montag Nachmittag, kein Schwein ruft dich an und du weißt nicht so recht, was du mit dir anfangen sollst. Ein klarer Fall von „Ich will zwar was tun, aber es darf nicht so anstrengend sein“. Lass dich berieseln, geh ins Kino! Kauf dir eine Miniportion Popcorn und bestell dir einen Cappuccino. Das sollte helfen gegen das montägliche Schnutenziehen. Wahrscheinlich wirst du nicht die einzige Person mit dieser glorreichen Idee sein, aber mehr als drei weitere Menschlein haben sich bisher noch nie in die 16-Uhr-Vorstellung verirrt. Dabei kann das so schön sein. Du hast Unmengen Platz zur freien Entfaltung und kannst dich prima auf den Film konzentrieren ohne, dass eine Begleitperson ständig unangebrachte oder alberne Kommentare abgibt oder zu dir rüber lunscht, um zu sehen, ob du auch gerade so sehr lachen musst.

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Und wer glaubt, wir nutzen die Gelegenheit und gehen in Schlumpi-Klamotten, der irrt. Im Gegenteil: Erst kürzlich haben wir festgestellt, dass es uns das größte Vergnügen bereitet, uns entsprechend der Film-Thematik bisschen aufzumotzen. Verwechselt das jetzt nicht mit verkleiden. Nee! Aber es kam schon vor, dass wir im Yves Saint Laurent Film mit Hütchen, Pumps und der besten Handtasche saßen. Und das verschafft gleich ein ganz anderes Filmerlebnis. Ja, ungelogen. Wer’s albern findet, probiert es am besten mal aus.

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Heiße Puddingschokolade mit Preiselbeeren schlürfen

Mit dem November kehrt bekanntlich der schmuddeligste Monat der in unseren Breitenkreisen ansässigen Wettererscheinungen ein und sorgt mit Grau, Regen und noch mehr Grau mächtig für Miesepeter-Furore. Auch wenn heute noch die Sonne scheint. Die Schmuddel-Wetter-Tage werden kommen. Und dann wünschen wir uns nichts sehnlicher als eine heiße Schokolade. Zum Glück hat die viele Verwandte, wie zum Beispiel ihre dickflüssige Schwester, die sich meist „Hot Choc“ nennt und sich am liebsten mit frechen Früchten schmückt. Unser Favorit: Puddingschokolade mit Preiselbeerfüllung. Yammi! Und dieses Genusserlebnis funktioniert hervorragend alleine. Krallt euch ein gutes Buch, beobachtet  die Weltgeschichte oder lauscht den Plauschereien am Nachbartisch. Whatever. Ihr werdet euch schon ganz bald dabei ertippen, wie ihr ein breites Schmunzeln hervorzaubert. Obendrein gibt es mit ein bisschen Glück mitleidige Blicke, die man dann selbstbewusst mit einem noch schöneren Schmunzeln und dem Gedanken „Ich kann da was, was du nicht kannst“ erwidern kann.

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